Aktionstage Politische Bildung 2005 in Deutschland
Nach dem österreichischen Vorbild wurden die Aktionstage Politische Bildung 2005 erstmals auch in Deutschland durchgeführt. In Kooperation mit den Landeszentralen für Politische Bildung und weiteren Partnern rief die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) über ihre vielfältigen Netzwerke dazu auf, sich vom 5. bis 15. Mai 2005 an den Aktionstagen Politische Bildung zu beteiligen.
Alle durchgeführten Maßnahmen wurden im Internetveranstaltungskalender der bpb sowie in einer Broschüre veröffentlicht. Die Aktionstage haben in dem Zeitraum, in den sowohl der Europatag wie auch die Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkrieges fielen, ein besonderes Augenmerk der Öffentlichkeit auf die Vielzahl an AkteurInnen und Aktionen politischer Bildung in Deutschland gelenkt. Am 7. Mai 2005 fand im Rahmen des Volksfestes zum 60. Jahrestag des Kriegsendes rund um das Museum Berlin-Karlshorst die Kick-off-Veranstaltung mit prominenter Besetzung statt, an der auch eine Delegation aus Österreich teilnahm. Schon vorher hatte eine deutsche Delegation an der Auftaktkonferenz zu den Aktionstagen in Österreich mitgewirkt (Wien, 28./29. April 2005). Demokratie versteht sich nicht von selbst. Sie setzt politische Bildung voraus. Gibt es dafür „das europäische Konzept“ oder stehen dem nationale Traditionen entgegen? PolitikerInnen und sowie ExpertInnen der politischen Bildung aus Polen, Österreich und Deutschland diskutierten darüber, welche Erfahrungen der politischen Bildung zukunftsweisend für Europa sind und fragten nach neuen Perspektiven im Interesse einer mündigen BürgerInnenschaft der EuropäerInnen. Anschließend lasen SchauspielerInnen aus Texten über den 2. Weltkrieg und seine politischen, sozialen und humanitären Auswirkungen. Erklärtes Ziel ist es, die Aktionstage regelmäßig in diesem Zeitraum durchzuführen und diese Idee nach und nach auf möglichst viele europäische Staaten auszuweiten. |