Menschenrechte (lernen) „Alle Menschenrechte sind allgemeingültig, unteilbar und bedingen einander“: ein wesentlicher Grundgedanke der Erklärung der UNO-Weltkonferenz über Menschenrechte (1993 in Wien) ist der Schutz und die Verwirklichung der menschlichen Würde. Sie ist verletzt, wenn jemand gefoltert wird oder in absoluter Armut und ohne Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und sozialer Sicherheit leben muss.
Das Wissen über die allen gleichermaßen zustehenden Rechte und Grundfreiheiten sowie die Bereitschaft, diese anzuerkennen und zu verteidigen, sind wesentliche Voraussetzungen für die Verwirklichung der Menschenrechte.
Frauen- und Mädchenrechte sowie Kinderrechte sind Schwerpunkte eigener Themendossiers.
Redaktion: BMUKK – Politische Bildung (zuletzt geändert am 14.7.2010)
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10. Dezember: Internationaler Tag der Menschenrechte Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 von der UN-Generalversammlung verabschiedet wurde, setzte einen Meilenstein in der Entwicklung der Menschenrechte. Erstmals übernahm die Staatengemeinschaft den Auftrag zum internationalen Menschenrechtsschutz.
Der 10. Dezember ist 1950 von der UN-Generalversammlung zum Internationalen Tag der Menschenrechte erklärt worden. |
Weltprogramm für Menschenrechtsbildung Am 10. Dezember 2004 wurde von der UN-Generalversammlung das World Programme for Human Rights Education beschlossen. Im Zentrum des Aktionsplans für die erste Phase des Programmes (2005-2009) stand die Primär- und Sekundarschulbildung.
Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule hat dafür im Auftrag des BMUKK und in Kooperation mit dem Institut time (Tiroler Institut für Menschenrechte und Entwicklungspolitik) eine Studie zur schulischen Menschenrechtsbildung in Österreich durchgeführt. |
Materialien von Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule Die Beratungseinrichtung für Menschenrechtsbildung und Demokratie Lernen im schulischen Bereich bietet Materialien zu Themen der Menschenrechtsbildung und Politischen Bildung an, die kostenlos (mit Ausnahme des Portos) unter service@politik-lernen.at bestellt werden können.
> Praxisbörse von Zentrum polis: Online-Datenbank mit Unterrichtsbeispielen, Stundenbildern und im Unterrichtsalltag umsetzbaren Projektideen.
> polis aktuell Nr. 10/2007: Menschenrechte machen Schule und
> Basiswissen zur Menschenrechtsbildung
> Der SchulKOMPASS Österreich. Menschenrechtsbildung in der Schule stellt ein Online-Begleitmaterial zum KOMPASS (Handbuch zur Menschenrechtsbildung) dar. Er wurde von Zentrum polis speziell für Lehrkräfte, die den KOMPASS im Schulunterricht anwenden möchten, entwickelt und enthält viele praktische Tipps, Materialien und Links. |
Unterrichtsmaterialien zur Menschenrechtsbildung > KOMPASS: Handbuch zur Menschenrechtsbildung
Das vom Europarat herausgegebene Handbuch zur Menschenrechtsbildung für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit bietet Hintergrundinformationen und interaktive Methoden zur Menschenrechtsbildung für Kinder (hg. v. Europäischen Jugendzentrum Budapest des Europarates. 2007, 315 Seiten). Alle Übungen sind auch auf der KOMPASS-Webseite abrufbar.
> Compasito – Handbuch zur Menschenrechtsbildung mit Kindern
Europarat (Hg.); deutsche Übersetzung: Deutsches Institut für Menschenrechte, 2009
Das Handbuch ist für Kinder von 6 bis 14 Jahren geeignet. 42 praktische Aktivitäten sensibilisieren Kinder zur Wahrnehmung von Menschenrechtsthemen in der eigenen Umwelt. Zentrum polis beteiligte sich an der deutschen Ausgabe.
> First Steps: Menschenrechtsbildungshandbuch von amnesty international
Dieses englischsprachige Handbuch eignet sich für den Einstieg in die schulische und außerschulische Menschenrechtsbildungsarbeit. |
DVDs zu Menschenrechten > Leben für Gerechtigkeit – Menschenrechte in Guatemala
Guatemala ist ein Schwerpunktland der Steirischen Entwicklungszusammenarbeit. Die DVD bereitet die Situation der Menschenrechte in Guatemala für Jugendliche und SchülerInnen auf.
> Human Rights – oder: Die Rechte, menschlich zu sein
Ein Pantomimen-Programm und eine DVD von Carlos Martínez.
Der spanische Pantomime Carlos Martínez geht ein Wagnis ein: 11 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte werden in der „universellen Sprache der Pantomime“ ohne Worte und ohne Requisiten von ihm alleine auf die Bühne gebracht (vom Recht auf Leben bis hin zur Religionsfreiheit). |
Vereinte Nationen: Menschenrechtsschutz auf internationaler Ebene Die 1945 eingerichtete UNO (United Nations Organisation) ist die größte internationale Organisation zum Schutz der Menschenrechte. Im Rahmen ihrer Etablierung erklärten 51 Staaten der Welt, dass sie durch internationale Kooperation und die Förderung kollektiver Sicherheit eine Grundlage für den Frieden in der Welt schaffen wollten. Innerhalb der UNO wurden für die praktische Umsetzung eigene politische Gremien und ExpertInnenkommissionen eingerichtet. |
UN-Hochkommissariat für Menschenrechte und Human Rights Council 1993 wurde im Anschluss an die Wiener Weltkonferenz über Menschenrechte das Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) eingerichtet. Die Website des OHCHR bietet sehr gute Informationen und Materialien zu Menschenrechten und den Vereinten Nationen, so gibt es etwa die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in über 365 Sprachen zum Herunterladen.
Die Menschenrechtskommission, die beim OHCHR angesiedelt war, wurde ab 2006 durch den mit zusätzlichen Zuständigkeiten ausgestatteten Menschenrechtsrat erweitert. |
Menschenrechte auf europäischer Ebene 1950 unterzeichneten die 15 damaligen Mitgliedstaaten des Europarates die sogenannte „Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten“, die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK). Ihre besondere Bedeutung liegt in folgenden Aspekten: > Die EMRK stellt einen Vertrag mit konkreten Schutzmechanismen dar.
> Den nationalen Parlamenten und Rechtssystemen steht ein solides menschenrechtliches Dokument zum Erlass und zur Interpretation ihrer Gesetze zur Verfügung.
> Praktisch alle Mitgliedstaaten des Europarates haben die EMRK in ihr nationales Recht integriert.
> Vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte sind sowohl Individual- als auch Staatenbeschwerden zugelassen. |
Regionale Menschenrechtsverträge auf dem afrikanischen und amerikanischen Kontinent Die bekanntesten Menschenrechtsverträge, die auf dem amerikanischen und dem afrikanischen Kontinent ausgearbeitet wurden, sind die Amerikanische Menschenrechtskonvention (1969) und die Afrikanische Charta der Rechte der Menschen und Völker (1981).
> African charter on Human and Peoples' Rights
> Cairo Declaration on Human Rights in Islam
> American Declaration of the Rights and Duties of Man |
Dossier „Menschenrechte“ der Bundeszentrale für politische Bildung (D) Grundlagen, Debatten, Aktuelles, Info-Grafiken, Abbildungen, ein Quiz und viele Weitere Angebote der bpb sind in diesem Dossier versammelt. |
Menschenrechte verstehen. Handbuch zur Menschenrechtsbildung Das Handbuch (2. Auflage 2008) bietet neben einer Einführung in die Grundlagen des Menschenrechtssystems 14 Module zu ausgewählten Menschenrechtsthemen sowie Hinweise zu weiterführender Literatur, Unterrichtsmaterialien und Methodenvorschläge für den Unterricht. Die deutsche Zweitauflage zeigt, wie man Menschenrechte lernen und lehren kann. |
Internationaler UNESCO Bildungsserver D@dalos Zahlreiche Informations- und Unterrichtsmaterialien zur politischen Bildung, Menschenrechtsbildung und Friedenserziehung in mehreren Sprachen. Das Kapitel zu Menschenrechten ist in fünf Grundkurse und einen Teil für Lehrkräfte unterteilt. |
Informationsplattform humanrights.ch Aktualisiertes Dossier zum Thema Menschenrechtsbildung |
Internetrallye Menschenrechte Das Angebot der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung möchte helfen, Basiswissen zum Thema „Menschenrechte“ zu erwerben. |
UN Cyberschoolbus Jugendliche sollen animiert werden, sich aktiv für Menschenrechte zu interessieren und zu engagieren. Die Website enthält eine Vielzahl an Hintergrundinformationen zu Menschenrechten, Unterrichtsbeispielen sowie Links zu anderen Organisationen (in englisch, französisch, spanisch, russisch, arabisch und chinesisch). |
AkteurInnen und Organisationen der Menschenrechtsbildung in Österreich > Das European Training and Research Centre for Human Rights and Democracy (ETC) bietet Aus- und Weiterbildungsprogramme im Bereich Menschenrechte und Demokratie, Entwicklung von "train the trainer"-Programmen zur Ausbildung von Lehrpersonal im In- und Ausland, Durchführung von Veranstaltungen, Dokumentation & Literatur, Forschung & Beratung, Praktika etc.
> Die ai.academy von amnesty international Österreich bietet Workshops, Trainings, Vorträge, Konferenzen zu Menschenrechten und Aktivismus.
> Die asylkoordination Österreich setzt sich seit 1991 für die Rechte von Flüchtlingen und AsylwerberInnen in Österreich ein und bietet Workshops, Rollenspiele, Seminare und Vorträge zum Thema Rassismus, Diskriminierung, Asyl und Migration an.
> ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus: gewaltpräventive und antirassistische Bildungs-, Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit mit Jugendlichen und MultiplikatorInnen.
> ZARA – Zivilcourage und Antirassismus-Arbeit bietet Information, Intervention, Dokumentation und Beratung für ZeugInnen und Opfer rassistischer Vorfälle und Übergriffe sowie Trainings. |
Organisationen international > Human Rights Education Associates (HREA) gibt Informationen über Menschenrechte sowie Anregungen für den Unterricht (gut strukturierte und nach Schulstufen gegliederte Bibliothek mit Materialien als Download).
> PDHRE (People's Movement for Human Rights Education) bietet Basisinformationen zu 24 ausgewählten Themen aus menschenrechtlicher Sicht (in englisch und spanisch).
> Der Verein Menschenrechte Schweiz hat ausgewählte Ressourcen für die Bildungsarbeit, eine Rubrik mit dem Titel „Menschenrechte für EinsteigerInnen“ und eine Liste mit deutsch-, englisch- und französischsprachigen Links zur Menschenrechtsbildung zusammengestellt.
> Das Schweizer Netzwerk Menschenrechtsbildung hat brauchbare Informationen, Online-Texte und Literaturhinweise zusammengestellt. Dabei werden auch einzelne Aspekte wie Menschenrechte und Islam, menschenrechtlicher Individualismus oder Genitalverstümmelung aufgegriffen.
> Das Tübinger Institut für Friedenspädagogik bietet didaktisches Material zu menschenrechtlichen Themen. |
NGOs und Menschenrechtsschutz > amnesty international ist mit mehr als einer Million aktiver und fördernder Mitglieder in über 160 Staaten die größte unabhängige Menschenrechtsorganisation. ai fördert den Schutz von allen in der Allgemeinen Erklärung verankerten Menschenrechten und setzt sich für ein stärkeres Bewusstsein ihrer universalen Gültigkeit und Unteilbarkeit ein.
> Internationale Menschenrechtsorganisationen allgemein und
Internationale NGOs mit Themenfokus (zusammengestellt von der Infoplattform humanrights.ch)
> SOS Menschenrechte ist in Oberösterreich tätig und betreibt dort mehrere (Wohn)-Einrichtungen. Weiters gibt es kostenlose Angebote für Schulen im Bereich Menschenrechtserziehung und Kinderrechte. |
Empfehlung des Europarates zur Menschenrechtsbildung [pdf, 45 KB] Text der Empfehlung R (85) 7 des Ministerkommitees des Europarates „Über das Lehren und Lernen der Menschenrechte in der Schule“ aus dem Jahr 1985. Es werden konkrete Möglichkeiten aufgezeigt, wie Menschenrechtsbildung in den Schulen umgesetzt werden kann. Die Empfehlung ist per Erlass 1997 an die Schulen ergangen. |
Human Rights Education Links Linksammlung (Menschenrechtsorganisationen, Trainings-Programme, Forschungsinstitute u.v.m.) auf der Website der Organisation Derechos Human Rights (in englisch und spanisch).
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Portal des Europarats zur Menschenrechtsbildung Die Website bietet grundlegende Informationen und Links zum "Human Rights Education Youth Programme" des Europarats. Dazu gehören auch Fundraising- und Fortbildungsmöglichkeiten.
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Standards der Menschenrechtsbildung in Schulen [pdf, 349 KB] Die Arbeitsgruppe Menschenrechtsbildung des Forum Menschenrechte, einem Netzwerk von mehr als 40 deutschen Nichtregierungsorganisationen, hat erstmalig Standards der Menschenrechtsbildung erarbeitet. Sie definieren schulform- und fächerübergreifend zu erwerbende Kompetenzanforderungen. SchülerInnen sollen z.B. am Ende der Grundschule verstehen, warum es Regeln und Rechte für das Zusammenleben bedarf, sowie zwischen Fakten und Meinungen unterscheiden lernen und ihre Meinung mit Argumenten vortragen können. |